Ausbildung – die Finanzen im Blick behalten und durchstarten

Ausbildung: Deine Finanzen von Anfang an fest im Griff

Wenn Du eine Ausbildung beginnst, verdienst Du in der Regel Dein erstes Geld. Das eröffnet Dir viele Möglichkeiten. Diese neue Freiheit erfordert jedoch auch Verantwortung. Mach Dir darum schon vor dem Ausbildungsbeginn Gedanken über Deine Finanzen. Wir geben Dir einen Überblick und erklären, worauf Du bei den Themen Ausbildung und Finanzen, Versicherungen sowie Steuern achten solltest.

Lohnt sich eine Ausbildung?

Du fragst Dich vielleicht, ob sich eine Ausbildung für Dich lohnt? Eine Ausbildung hat auf jeden Fall viele Vorteile:

  • Du lernst in der Berufsschule. Ebenso gewinnst Du viel Praxiserfahrung im Ausbildungsbetrieb oder im Rahmen von Praktika.
  • Nach der Ausbildung kannst Du direkt anfangen zu arbeiten, Dich weiterbilden oder ein Studium anfangen.
  • In Ausbildungsbetrieben gibt es oft gute Übernahmechancen.
  • Du bekommst ein Ausbildungsgehalt. Damit bist Du finanziell unabhängiger. Auch größere Wünsche kannst Du Dir leichter selbst erfüllen.

 

Diese Arten von Ausbildungen solltest Du kennen

  • Die betriebliche bzw. duale Ausbildung ist der gängige Mix aus Theorie und Praxis. Du besuchst regelmäßig die Berufsschule, arbeitest jedoch hauptsächlich in einem festen Ausbildungsbetrieb.
  • Bei einer schulischen Ausbildung arbeitest Du nicht in einem Unternehmen. Stattdessen lernst Du in Vollzeit an einer Berufsfachschule. Praxiserfahrung erhältst Du in Form von Praktika.
  • Ein duales Studium ist eine Mischung aus Studiengang und betrieblicher Ausbildung. Du arbeitest in einem Ausbildungsbetrieb und studierst nebenbei an einer Hochschule.

Checkliste für Deine Ausbildung – so ist an alles gedacht!

Zum Ausbildungsbeginn will der Arbeitgeber eine Reihe von Unterlagen und Dokumenten. Wir haben dazu eine Checkliste vorbereitet, die alle wichtigen Punkte umfasst.

* Die Angaben gelten für ab dem 01. Januar 2021 begonnene Ausbildungen.


Einnahmen, Ausgaben und Finanzierungsmöglichkeiten

Eine Ausbildung ist immer auch eine Kostenfrage. Mache Dir deshalb unbedingt einen Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben in der Ausbildungszeit:

Ausbildungsvergütung – was kommt rein?

Bei der betrieblichen Ausbildung und beim dualen Studium bekommst Du Geld für Deine Arbeit. Wie hoch Dein Lohn ist, hängt von dem Ausbildungsberuf ab. Anlagenmechaniker verdienen beispielsweise in der Regel mehr als Bäcker. Auch weitere Faktoren wie der Standort und die Größe des Ausbildungsbetriebs spielen eine Rolle. Dein Gehalt wird monatlich ausgezahlt. Das sind mindestens*:

  • 550 Euro im ersten Ausbildungsjahr
  • 649 Euro im zweiten Jahr
  • 742,50 Euro im dritten Jahr
  • 770 Euro im vierten Jahr

Du kannst je nach Ausbildungsvertrag mehr Lohn erhalten. Es kann auch sein, dass Dir Dein Arbeitgeber einen Teil des Gehalts als Sachleistungen ausgibt. Dazu zählen beispielsweise feste Beträge für Verpflegung oder Unterkunft. Prüfe Deinen Ausbildungsvertrag also gründlich, um finanzielle Planungssicherheit zu haben.

Anders ist das bei der schulischen Ausbildung. Im Gegensatz zu den Azubis im dualen System erhalten Berufsfachschüler meist kein Ausbildungsgehalt. Stattdessen fällt bei den oft privaten Bildungsträgern ein nicht zu knappes Schulgeld an.

Ausbildungskosten – was geht raus?

Abgesehen von Gehalt oder Schulgeld spielen auch die laufenden Kosten eine Rolle. Wenn Du nicht mehr bei Deinen Eltern wohnst, sind Essen oder die Miete für ein WG-Zimmer zu bezahlen. Auch Hobbys und kleine Wünsche sollten drin sein. Plane nur daher gut und rechne durch, was finanziell drin ist.

Anfallen können etwa:

  • Fahrtkosten zum Ausbildungsbetrieb/zur Berufsschule
  • Kosten für Arbeitskleidung
  • Schul- und Prüfungsgebühren
  • Miete für eine Wohnung bzw. ein WG-Zimmer
  • Verpflegungskosten
  • Stromrechnungen, Rundfunkbeitrag

Was konkret auf Dich zukommt, hängt von der Art Deiner Ausbildung und Deinem Ausbildungsvertrag ab. Oft werden einzelne Positionen von dem Ausbildungsbetrieb oder der Berufsschule übernommen. Sie entfallen somit für Dich. Auch Deine Eltern unterstützen Dich in der Regel – zum Beispiel mit Taschengeld oder Unterhalt. Auf jeden Fall solltest Du alle kommenden Einnahmen und Ausgaben möglichst genau kennen. Deine Eltern helfen Dir dabei. Außerdem stehen Euch die Berater der Mainzer Volksbank bei Fragen jederzeit zur Seite.

Finanzierungsmöglichkeiten

Förderprogramme helfen, die Kosten für Deine Ausbildung zu stemmen.

Über das Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz BAföG) gibt es Unterstützung für Auszubildende, die eine schulische Ausbildung absolvieren. Du bekommst vom Staat einen monatlichen Zuschuss über die gesamte Ausbildungszeit. Im Gegensatz zum BAföG für Studenten musst Du es nicht zurückzahlen.

Auch für Auszubildende, die eine betriebliche Ausbildung absolvieren, gibt es finanzielle Unterstützung – die Berufsausbildungsbeihilfe. Wenn Du eine betriebliche Ausbildung absolvierst und nicht mehr bei Deinen Eltern wohnst, hast Du ggf. Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe. Auch hierbei handelt es sich um einen finanziellen Zuschuss, den Du nicht zurückzahlen musst.

Auszubildende beider Ausbildungsarten können Wohngeld beantragen, falls sie keinen Anspruch auf die zuvor genannten Förderprogramme haben. Über das Wohngeld erhältst Du einen staatlichen Zuschuss für die Miete. Das Wohngeld muss nicht zurückgezahlt werden.

Das Girokonto – der erste Schritt ins Ausbildungsleben

Als Azubi verwaltest Du Dein Geld natürlich selbst – und zwar über Dein eigenes Girokonto. Es ist der zentrale Ort, an dem Du Deine Finanzen managst. Auf Dein MVB-Easy-Konto zahlt Dein Arbeitgeber das Gehalt. Ebenso gehen darauf weitere Zahlungen wie etwa der Unterhalt von Deinen Eltern sowie staatliche Fördergelder wie die Berufsausbildungsbeihilfe oder BAföG ein. Über Dein Girokonto tätigst Du zudem Überweisungen, buchst Daueraufträge und vereinbarst Lastschriftzahlungen.

Gut zu wissen:

Mittels Online-Banking und VR-BankingApp managst Du Deine Finanzen einfach unterwegs via Smartphone. Mit Deiner eigenen EasyCard, der Kreditkarte für Junge Leute, kannst Du in Läden schnell und bargeldlos bezahlen und im Ausland kostenfrei Bargeld abheben.

Bei Finanzfragen rund um die Ausbildung – wir sind für Dich da!

Wenn Du Fragen rund um die Finanzierung Deiner Ausbildung hast, helfen wir Dir gerne weiter. Vereinbare einfach zusammen mit Deinen Eltern einen Beratungstermin.


Ausbildung & Finanzen: Was Du außerdem wissen musst

Steuern und Sozialversicherungsabgaben

Wenn Du ins Ausbildungsleben startest, ist vieles neu. Dazu gehören auch Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Zumindest schon einmal gehört haben solltest Du von

  • der Lohnsteuer,
  • den Beiträgen zur gesetzlichen Kranken, Renten-, Pflege und Arbeitslosenversicherung,
  • der Kirchensteuer (wenn Du in der Kirche bist).

Steuern und Sozialabgaben musst Du auf Dein Ausbildungsgehalt zahlen. Du darfst also nicht alles behalten, was Du verdienst. Ob und in welcher Höhe Steuern und Sozialabgaben anfallen, ermittelt Dein Arbeitgeber für Dich. Er zieht sie monatlich von Deinem Ausbildungsgehalt (Bruttogehalt) ab. Was übrig bleibt, kriegst Du auf Dein Konto ausgezahlt – das ist Dein Nettogehalt.

Tipp:

Um zum Beginn Deiner Ausbildung Deine Finanzen ordentlich zu planen, solltest Du immer mit Deinem ungefähren Nettogehalt rechnen. Sprich dazu am besten mit Deinem Arbeitgeber. Oder bitte Deine Eltern um Hilfe, um den Nettobetrag auszurechnen.

Krankenversicherung

Während Deiner schulischen Ausbildung bist Du in der Regel weiter über Deine Eltern familienversichert – Ihr müsst Euch um nichts kümmern. Sobald Du aber in einem Ausbildungsbetrieb arbeitest, erlischt der Krankenversicherungsschutz. Du wirst in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. In diesem Fall müssen Dich Deine Eltern bei einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden. Klärt diesen Punkt also rechtzeitig.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch – und gerade – für Auszubildende ist das Thema Berufsunfähigkeit wichtig. Wenn Dir etwas passiert und Du nicht mehr arbeiten kannst, hast Du nur sehr geringe Rentenansprüche. Mach Dich deshalb unbedingt schlau über die Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute. Denn spätestens wenn Du in Deine Ausbildung startest, solltest Du über eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert sein. Dazu ein Tipp: Da die Policen in einigen Berufsfeldern wie im Handwerk oder sozialen Bereich viel kosten, solltest Du Deinen Versicherungsvertrag noch als Schüler abschließen. Du zahlst dann auch in der Ausbildung weniger.

Altersvorsorge

Es klingt noch sehr weit weg, aber denk unbedingt jetzt schon an Deine Rente. Denn ab dem Start der Ausbildung hast Du Anspruch auf Leistungen von Staat und Arbeitgeber, die Du mitnehmen kannst. Mit Fragen zu staatlicher Förderung, Riesterrente, betrieblicher Altersvorsorge und vermögenswirksamen Leistungen kannst Du gern zu uns kommen. Wir beraten Dich gerne.

Bausparen

Wenn Du mal ein Haus bauen oder kaufen willst, lohnt es sich, frühzeitig mit dem Bausparen anzufangen. Es gibt viele großartige Möglichkeiten für junge Sparer. Auch dazu erzählen wir Dir gerne mehr.


Die Beratung bei Deiner Bank lohnt sich

Buche noch heute ein Beratungsgespräch bei uns. Wir stehen Dir jederzeit bei allen Deinen Fragen rund um Deine Ausbildung und deren Finanzierung zur Seite.


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