Steuerentlastungen 2017

Diese Änderungen sollten Sie kennen

Im Oktober hat die Bundesregierung mehrere Regelungen getroffen, die für viele Menschen zu einer deutlichen Steuerentlastung im Jahr 2017 führen. Dazu gehören

  • die Erhöhung des Grundfreibetrags in zwei Schritten 2017 und 2018
  • die Erhöhung des Kinderfreibetrags
  • die Erhöhung des Kindergelds um je zwei Euro monatlich in 2017 und 2018
  • Ausgleich der sogenannten kalten Progression

Der Grundfreibetrag, das ist der Teil des Einkommens, auf den überhaupt keine Steuern anfallen,  soll in zwei Schritten um 168 Euro (2017) und um weitere 180 Euro auf 9.000 Euro (2018) angehoben werden.

Der Kinderfreibetrag soll um 108 Euro (2017) und um weitere 72 Euro auf 4.788 Euro (2018) steigen. Beide Regelungen greifen dem für Herbst erwarteten 11. Existenzminimumberichts der Bundesregierung vor. Beschlossen wurden die Verbesserungen bereits jetzt, damit sie schon beim Lohnsteuerabzug für Januar 2017 berücksichtigt werden können.

Auch soll das Kindergeld im Jahr 2017 und auch im Jahr 2018 jeweils um 2 Euro monatlich je Kind angehoben werden. Damit beträgt das Kindergeld in 2017 bzw. 2018
für das  1. und 2. Kind 192 bzw. 194 Euro,
für das  3. Kind 198 bzw. 200 Euro
und für das vierte und jedes weitere Kind 223 bzw. 225 Euro.

Der Kinderzuschlag wird zum 1. Januar 2017 um monatlich 10 Euro auf 170 Euro je Kind erhöht.

Um den Effekt der sogenannten „kalten Progression“, also der unbeabsichtigten Steuersteigerung, auszugleichen, werden die Tarifeckwerte um die geschätzte Inflationsrate des Vorjahres nach rechts verschoben, und zwar um 0,73% in 2017 und um 1,65% in 2018.

Die Entlastungen, die allen Arbeitnehmern, aber insbesondere Familien zugutekommen, betragen laut Finanzministerium rund 6,3 Mrd. Euro jährlich.  Besonders wirken sie sich bei höheren Einkommen aus, da hier mehr Steuern gezahlt werden. Aber Vorsicht: Bei besonders hohen Einkommen kann der gesamte Effekt der Steuersenkung aufgehoben werden durch die zeitgleich stattfindende Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 6.200 auf 6.350 Euro in Westbundesländern. Die daraus resultierende Mehrbelastung kann die Steuereinsparung sogar übersteigen. Aber das betrifft tatsächlich nur Einkommen oberhalb dieser Grenze.

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