Renaissance eines Lieblings

Tilmann und Christian Au heben die Currywurst auf ein neues Level

Sie ist des Deutschen Liebling unter den Fast-Food-Snacks: die Currywurst. Rund 800 Millionen Mal wird sie im Jahr gegessen, litt aber lange Zeit unter dem Image des häufiger schmuddeligen Imbisswagens. Die Mainzer Brüder Tilmann und Christian Au haben dies geändert. Die Wurst isst man nun stilvoll in ihrem Curry Kartell.

Seit dem 1. August gibt es das erste Curry Kartell, eine modern eingerichtete Location mit besonderem Charme. Eröffnet haben die beiden Brüder zunächst in der Nachbarstadt Wiesbaden. „Hier haben wir einfach die optimale Immobilie für unser Konzept gefunden“, sagt Tilmann Au. Expansionen sind bereits geplant. Für 2015 steht eine Filiale in Mainz ganz oben auf der Liste, daneben soll die Präsenz auf Events und Festen weiter verstärkt werden.

Regional und lecker

Und die Wurst an sich? Die ist sehr schmackhaft, glaubt man den zahlreichen zufriedenen Kunden. Das Fleisch stammt aus regionalen Betrieben, die Soßen sind hausgemacht und kommen ohne künstliche Zusatzstoffe aus. Sogar eine vegane Variante steht auf der Speisekarte. Christian Au sagt dazu: „Jede 5. verkaufte Currywurst ist bei uns vegan. Dieser Erfolg hat uns selbst überrascht.“

In einem Jahr zum eigenen Geschäft

Von der Idee bis zur Eröffnung des ersten Ladens hat es rund ein Jahr gedauert. Aber auch heute lernen Tilmann und Christian Au noch jeden Tag dazu: „Gerade bei der praktischen Umsetzung unserer Vorstellungen steckt der Teufel oft im Detail. Man muss sich in vieles neu hineindenken. Auch, weil wir eigentlich nicht aus der Gastronomie kommen.“ Ein erfahrener Expertenbeirat gibt deshalb regelmäßig Ratschläge.

Ratschläge haben die Brüder auch für andere Existenzgründer: „Man muss Leidenschaft genauso mitbringen wie Leidensfähigkeit, denn kein Weg in die Selbstständigkeit ist frei von Rückschlägen. Uns hat es sehr geholfen, frühzeitig ein Netzwerk aufzubauen und sich mit Geschäftspartnern, Lieferanten und der MVB intensiv zu unterhalten. Aus jedem dieser  Gespräche lernt man.“ Das weiß auch die MVB und steht zukünftigen Jungunternehmern mit einem eigenen Existenzgründer-Beraterteam zur Seite.